Dankbarkeit
Liebe ist in dem, der liebt...
Hat Platon damals angeführt.
Das heißt: Wer keine Liebe gibt,
sie auch nie in sich selbst verspürt.
Vertrauen ist auch beispielhaft.
Wer es nicht gibt, wird’s nicht bekommen.
Und wer sich kein Vertrauen schafft,
der wird wohl nie ganz ernst genommen.
Genauso ist's mit Dankbarkeit.
Sie muss aus deinem Selbst entspringen.
Doch ist dein Selbst noch nicht so weit,
dann wird dein Tun kein' Dank einbringen.
Sei dankbar, dass du helfen kannst
und fordere den Dank nicht ein!
Hast du ein Bäumchen eingepflanzt,
ist wahrer Lohn allein sein Sein.
Nach diesem Reim verlangt's nach mehr.
Doch sicher nicht nach Dankbarkeit.
Dank Dankbarkeit dank' ich mir sehr,
dass ich mir hierfür nahm die Zeit.
So seh' ich eine kleine Chance,
reimend zu überzeugen.
Worte versetzen mich in Trance.
Zum Glück kann man sie beugen.
Drum beuge ich hier Verb für Verb;
verbeuge mich voll Dank.
Bevor ich die Moral verderb',
zieh' ich kurz noch mal blank:
„Dankbarkeit – Empfängerpflicht?
Das kann doch niemand denken!
Drauf zu bestehen, bringt es nicht.
Man kann sie nur verschenken.
Wer hilft, um einen Lohn zu kriegen,
wird niemals Dank verspüren.
Doch wenn wir unsre Gier besiegen,
wird Edelmut uns führen.“
Worte haben Kraft
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